Superfood – darf unser Glück das Leid anderer in Kauf nehmen?

 

Hallo ihr Lieben!

Letztens wurde ich in Facebook kontaktiert und auf einen Blog eingeladen, in dem es um bewussteres Leben geht. Ich dachte: „Prima, das ist irgendwie auch mein Thema“.

Einige der Beiträge priesen Superfood wie z.B. Chia an, was ich eher kritisch sehe. Ich habe dann einen entsprechenden Kommentar zu Chia abgegeben, kurze Zeit später war ich geblockt.

Warum ich das hier schreibe, fragst du dich?

Nun, das Thema Superfood geht mir schon länger durch den Kopf und der Hype darum ziemlich auf die darin liegenden Nerven.

Es ist einfach alles andere als durchdacht. Und nur um von dem Hype zu profitieren, wird dann gepostet, was das Zeug hält, ohne sich zu informieren, was dahinter steckt.

Ich weiß ja selber, wie schwer es ist, aufmerksame Leser für seinen Blog zu gewinnen oder auf Dauer dafür zu interessieren. Aber darf das zulasten anderer gehen?

Hier ein paar Beispiele:

  • Avocado: auch dafür werden Wälder abgeholzt. Dazu verbrauchen sie wahnsinnig viel Wasser, das zum Teil illegal den Flüssen entnommen wird und für die Menschen knapp wird, so dass sie schon mit Wasser aus Tankwagen versorgt werden müssen. Und hier werden sie mittlerweile schon für unter einem Euro verramscht
  • Quinoa: in den Hochlagen der Anden wächst nicht viel, daher sind die Menschen dort darauf angewiesen, besonders weil es so nährreich ist. Leider können sie es sich kaum mehr leisten…dank des Hypes
  • Chia: 6-8 mal teurer als Leinsamen, dass sehr ähnliche Nährwerte aufweisen kann und nicht den Weg vom anderen Ende der Welt zu uns benötigt. Von mit Schweröl fahrenden Frachtschiffen nach Europa gebracht, landet eine ganz miese Ökobilanz auf unseren Tellern.

Unsere nähere Umgebung bietet alles, was für eine gesunde Ernährung gebraucht wird. Dazu bietet der Rest von Europa auch noch viel Abwechslung.

Daher denkt bitte beim Verzehr von sogenannten Superfoods daran, genau wie beim Verzehr von Fleisch und tierischen Produkten: weniger ist mehr.

 

Unser Planet und viele Menschen in den betroffenen Regionen werden es uns danken.

 

Herzliche Grüße und einen glücklichen Sonntag!

Martin

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