Klimatarier

Klimatarier – Climatarian
Teil 3 der Serie für mehr Nachhaltigkeit im Alltag – Part 3 of the series for more sustainability in our daily life
(English below)

Hey!
Fleisch macht hungrig! So lautet die Überschrift eines Kapitels in meinem Buch.
Klingt drastisch? Ist aber realistisch. Für 1kg Rindfleisch sind 2,6kg Getreide (manche Quellen gehen von weit höheren Mengen aus) und 15.000 Liter Wasser nötig. 83% des weltweiten Agrarlandes werden für Tierfutter für die Fleisch- und Milcherzeugung verwendet. Aber es werden nur 18% des weltweiten Kalorienbedarfes und 37% der Proteine durch Tiere abgedeckt. Dazu kommt, dass in vielen Ländern, in denen Tierfutter angebaut wird, Kinder Hunger leiden. Wie viel mehr Menschen könnte man sättigen, wenn nicht so große Flächenanteile für Tierfutter verschwendet würden!
Für den Anbau wurden und werden in vielen Ländern Waldflächen gerodet, dadurch wird CO2 freigesetzt und die Fähigkeit, CO2 aus der Luft aufzunehmen, reduziert. Bei Rindern ist zusätzlich ein enormer Methan-Ausstoß zu berücksichtigen, welches einen größeren Treibhauseffekt hat, als CO2.
Die vor allem in der intensiven Massentierhaltung anfallende Gülle ist ein weiteres Problem, da sie unser Grundwasser belastet.
Und nun? Fisch essen? Meistens auch keine gute Idee, da er oft aus industriellen Aquakulturen stammt, in denen ebenfalls mit aus Südamerika stammendem Soja gefüttert wird, mit Antibiotika behandelt werden und reichlich schädliche Wirkung für ihre Umwelt haben. Oder er kommt aus überfischten Meeren. Ein Nebeneffekt sind die Geisternetze, die in immenser Anzahl für viel Plastik im Meer sorgen und anderen Tieren das Leben kosten.
Und ja, auch das unsägliche Leid der sogenannten Nutztiere ist ein Thema, das ich hier nicht ganz ausklammern möchte. Billige Tierprodukte gehen immer mit schwerem Leid der Tiere einher. Was gibt uns Menschen das Recht, unsere Mitbewohner der Erde so zu misshandeln?
Zurück zur reinen Nachhaltigkeit. Was können wir tun?
Ich selbst sehe mich als Klimatarier, wobei ich mittlerweile fast vegetarisch lebe und zusätzlich viele Tierprodukte meide.
Als Klimatarier verzichtet man nicht zwingend komplett auf Fleisch oder tierische Produkte, allerdings hat man die Auswirkungen auf die Umwelt im Blick. So ist es dann zum einen eine Frage der Menge bzw. Häufigkeit und wie die Tiere gefüttert und gehalten wurden. Aber genauso ist es wichtig, regional und saisonal einzukaufen, möglichst Bio. Da passt die Avocado aus Mexiko oder Peru nicht ganz so gut.
Klar ist aber: die vegane Ernährung schädigt das Klima und die Umwelt am wenigsten, speziell wenn sie mit regionalen und saisonalen Zutaten erfolgt.
Je mehr wir also die tierischen Produkte reduzieren, desto nachhaltiger ist unsere Ernährung!

Ich wünsche dir einen schönen Sonntag!
Herzliche Grüße,
Martin

Hey!
Meat makes hungry! That is the title of one chapter in my book.
Sounds drastic? But it is realistic. For 1kg of beef you need 2.6kg of crop (some sources mention much higher amounts) and 15,000 litres of water. 83% of the agricultural land is used for animal food for the meat und diary production. But only 18% or the worldwide calories demand and 37% of the proteins are covered by animals. You have to consider additionally, that children are starving in many countries that cultivate animal food. We could feed many more people, if we would not waste so much land for animal food!
For the crop cultivation in many countries deforestation is done, which emits CO2 and reduces the ability to absorb CO2 from the air. Additionally cows emit a lot of methane, which creates a bigger greenhouse effect than CO2.
Slurry is another issue, especially caused by industrial farming, it affects our groundwater.
And now? Eat fish? Mostly also not a good idea, as it often comes from industrial aquacultures, in which Soy from South America is used for the mast, antibiotics are used and causes damage to the environment. Or the fish comes from overfished oceans. A side effect are the ghost nets, which cause a lot of plastic in the oceans and kill other animals.
And yes, also the suffering of the animals in general is a topic, which I don’t want to exclude here. Cheap animal products always come together with severe suffering of animals. What gives us humans the right to abuse our cohabitants of the earth?
Back to sustainability. What can we do?
I am a Climatarian, although I’m meanwhile nearly vegetarian and additionally avoid many animal products.
As a Climatarian you don’t resign completely from meat or animal products, but you consider the effects on the environment. There it is a question of the quantity and the frequency and how the animals were fed and kept. But it is also important to buy regional and seasonal produce, if possible organic. There Avocado from Mexico or Peru does not fit that good.
But fact is: the vegan diet does the least harm to the climate and the environment, especially when combined with the regional and seasonal approach.
The more we reduce animal products, the more sustainable is our nutrition!

I wish you an nice Sunday!
Cordial greetings,
Martin

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