Frieden und Freiheit

 

Hallo nach Europa!

Letzten Sonntag war ich auf der Kundgebung von Pulse of Europe in Konstanz.

Ein junger Student hielt auf der Bühne eine Rede, dich ich sehr berührend fand.

Er erinnerte daran, dass gestern vor 60 Jahren, also am 25. März 1957, mit den Verträgen von Rom der Grundstein der EU gelegt wurde.

Wer jetzt an uferlose Bürokratie und den Krümmungsgrad der Gurken denkt, mag ebenfalls berührt sein und sich fragen, was daran toll ist. Sicher läuft vieles in Brüssel nicht in die richtige Richtung.

Aber bedenke: vor 60 Jahren, so kurz nach dem Ende des 2. Weltkrieges mit seinem unendlichen Leid, kamen Staaten zusammen, die sich bis dahin nicht immer freundlich gesinnt waren. Es wurde eine Einheit für Europa beschlossen, der sich später noch viele weitere Staaten anschlossen.

Dieser Einheit ist es maßgeblich zu verdanken, dass wir über 70 Jahre keinen Krieg in Europa hatten. Zum Glück.

Wer einen Eindruck von der Grausamkeit des Krieges haben möchte und die furchtbaren Bilder und Berichte aus Syrien und anderen Kriegsgebieten nicht sehen mag, dem empfehle ich das tolle Buch „Das Foto“ von Elva Schevemann. Beim Lesen dieses Romans über eine deutsche Familie im langen Schatten des Zweiten Weltkrieges ist man den Geschehnissen des Krieges in der Heimat, aber auch an der Front, ganz nah. Ich werde beim Lesen sehr ehrfürchtig.

Und dankbar! Dankbar, dass wir Europäer diesen Frieden geschaffen haben. Und die Freiheit.

Wir reisen von Nordfinnland bis nach Sizilien oder Griechenland ohne Grenzen und ohne Pässe, wir müssen uns, zumindest in vielen Ländern, nicht mal Gedanken über die Währungen machen.

Wir sollten das bedenken, wenn wir auf die EU schimpfen und stattdessen ein Umdenken in der Politik und eine Modernisierung der EU einfordern.

Aber ein Zurück dahin, dass jeder Staat wieder sein eigenes Süppchen kocht und nur nach dem eigenen Vorteil schaut, würde aus meiner Sicht vielleicht langfristig sogar den Frieden, kurzfristig zumindest aber die Freiheiten gefährden.

Ein für mich unvorstellbarer Gedanke.

Einen glücklichen Sonntag wünscht,

Martin

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