Fleisch und die Krone der Schöpfung

Hallo 😊

Neulich las ich im „Stern“ einen Bericht über die Rinderzucht in Brasilien, den wohl größten Produzenten von Rindfleisch. In diesem riesigen Land haben die Rinderbarone eine ähnliche Lobby wie hierzulande die Agrar-, Chemie- oder Autoindustrie. 95% des Fleisches wird nach Europa exportiert, nicht gerade klimaschonend.

Die Konsumenten hier denken dabei aber eher an Rinderromantik auf endlosen Weiden.

 

Die Wahrheit sieht so aus, dass per genetischer Selektion die Tiere nicht nur die steigende Hitze durch den Klimawandel besser ertragen, sondern auch schon nach 12 Monaten geschlechtsreif sind und bereits nach 24 Monaten auf die Schlachtbank können, bisher waren es 36. Dazu wird der Samen von Superbullen in Laboren mit den Eiern ausgewählter Kühe vereinigt und dann zum Teil mit dem Flieger auf die entlegenen Farmen zur Einpflanzung in Leihmutter-Kühe gebracht. Vorbei mit der Romantik. Und mit meinem Appetit ebenfalls.

Argumente der Rinderbarone sind heroisch, denn diese Vorgehensweise ist umweltschützend, da weniger Weidefläche und Wasser benötigt wird, bis das Produkt Fleisch fertig ist und so der wachsende Fleischhunger der Menschheit befriedigt werden kann. Wahnsinn, zu was die Krone der Schöpfung alles fähig ist.

Du wirst sicher wissen, dass der Hunger befriedigt und das Klima gerettet werden kann, wenn wir alle weniger Fleisch essen. Oder noch besser: ganz darauf verzichten! Zugegeben, das fällt mir selbst auch noch sehr schwer. Aber es auf 1-2 mal die Woche zu reduzieren sollte für jeden machbar sein.

Daran erkennt man schon, dass der eigentliche Groll nicht den Rinderbaronen, sondern uns selbst gelten sollte.

 

Ich wünsche dir einen glücklichen Sonntag!

Herzliche Grüße,

Martin

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