Braun und das Glück, selbst denken zu können

Hallo liebe Freunde des Glücks,

leider verliert der Inhalt dieses Kapitels in meinem Buch seine Aktualität nicht, dabei würde ich mich darüber sehr freuen.

Weil mir das Thema sehr am Herzen liegt, bekommt ihr hier das ganze Kapitel.

Herzliche Grüße,

Martin

 

Braun und das Glück, selbst denken zu können

Ein Thema, das mir in letzter Zeit immer mehr Sorge bereitet, ist die Entwicklung der politischen Landschaft in Deutschland, Europa und der Welt. Zur Orientierung, es ist Sommer 2016, rund ein Jahr nachdem Kanzlerin Merkel die Flüchtlinge in Deutschland willkommen hieß. Es ist das Jahr, in dem die Briten sich für den Brexit entschieden haben und Donald Trump Präsidentschaftskandidat der Republikaner in der USA ist. Dazu haben fast 50% der Österreicher für einen Bundespräsidenten gestimmt, der eine stark rechte Gesinnung hat. Dabei sollten gerade die Menschen in Österreich, genauso wie in Deutschland, sich noch sehr gut erinnern können, was daraus entstehen kann. Schockierend.

Was aber macht so ein Thema in einem Buch über das Glück?

Der erste Gedanke, der mich dazu anregte, war der an meine geistige Freiheit. Die Freiheit, die es mir ermöglicht, mir differenziert über etwas Gedanken machen zu können und mir ein eigenes Urteil bilden zu können. Speziell bei solchen Themen wie Fremdenfeindlichkeit, Rassismus oder der Flüchtlingsdebatte. Natürlich ist es so, dass die vielen Medien in gewisser Form eingefärbt sind und somit auch gewisse politische Strömungen wiedergeben. Das sollte man auf jeden Fall berücksichtigen. Und dass viele Politiker sich gerne drehen wie ein Fähnchen im Wind ist ja auch nichts Neues. Wenn sie das aber bei Themen wie der Flüchtlingsfrage, Integration und Hilfe für Menschen in Not tun, nur um sich in Position für die nächsten Wahlen zu bringen, ist das einfach nur widerlich.

Genauso widerlich wie das populistische Auftreten und Verbreiten von Unwahrheiten, um breite Teile der Bevölkerung auf rechtes und braunes Gedankengut einzuschwören. Und leider ist es so, dass eben diese Unwahrheiten von vielen Menschen als bare Münze angesehen werden und sich breite Massen nicht die Mühe machen, den Wahrheitsgehalt zu hinterfragen. Man sieht es im US Präsidentschaftswahlkampf genauso wie in der Brexit-Debatte auf der britischen Insel und eben auch in Deutschland bei den rechten Populisten. Zwar geht es uns in Deutschland noch relativ gut, im Bundesdurchschnitt schaffen es die rechten Parteien auf einen (definitiv viel zu hohen) Zuspruch von 10 – 15%, aber im Vergleich zu anderen europäischen Ländern liegt dieser um den Faktor 2 bis 3 niedriger. Das ist aber weiß Gott kein Grund, das Geschehen entspannt zu betrachten. Vielmehr müssen wir alle unsere Stimmen erheben und das Feld der Stimmungsmache nicht den braun Gesinnten überlassen.

Die Geschichte darf sich nicht wiederholen!

Was sollten wir dann auch unseren Enkeln erzählen, wenn sie fragen, was wir getan haben, als die Flüchtlingsheime brannten? Dass wir es nicht gewusst haben, lässt sich wohl kaum glaubhaft machen bei der Medienflut dieser Tage.

Haben wir nicht schon im Geschichtsunterricht mit innerlichem Kopfschütteln zur Kenntnis genommen, was nach 1933 passiert ist? Und dass viele davon nichts gewusst haben sollen? Mag es so gewesen sein. Aber heute ist es anders!

Ich bin jedenfalls glücklich darüber, dass ich anders denke. Darüber, dass ich mich bewusst jeden Tag dafür entscheide, anders zu denken. Und auch darüber, dass ich meine Stimme erhebe gegen die, die rechte Stimmungsmache betreiben.

Denjenigen, die ein offenes Ohr für die rechten Parolen haben und geneigt sind, darauf hereinzufallen, sollten wir aber immer wieder auch die andere Seite zeigen. Viele sind vermutlich keine eingefleischten Nazis, sondern zunächst mal unzufrieden mit der Regierung und den etablierten Parteien. Das kann man ihnen ja nicht mal verdenken. Wenn dann jemand kommt und verspricht, die Alternative zu sein, fallen sie leider viel zu leicht darauf herein. Diese Menschen sind aber bestimmt noch zu erreichen.

Und genau das sollten wir alle versuchen. Im Gespräch und indem wir sie nicht direkt verurteilen und abstempeln. Wir sollten uns dabei treu bleiben, uns unserer Werte bewusst sein und diese vorleben. Je mehr von uns das aktiv tun, desto breiter wird diese Bewegung und desto mehr Menschen werden wir erreichen – und hoffentlich umstimmen.

Ich wünsche mir von Herzen, dass du und ich hier gemeinsam etwas Positives bewirken können und so dieses Glück teilen. Ich wünsche es mir für uns, die Menschen und das Wohl aller auf dieser Welt.

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